Welche Philosophie der Unternehmenssteuerung ist die beste Wahl passend zu Industrie 4.0?

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Welche Philosophie der Unternehmenssteuerung ist die beste Wahl passend zu Industrie 4.0?

 

Unternehmen haben heute durch die entstandene weltweite Transparenz mit Kunden zu tun, die Ihre Produkte immer schneller, zu günstigen Preisen, in personalisierter Form kaufen und erhalten möchten.

Es stehen, um dieser Anforderungen Genüge zu tun, verschiedene Lösungs-ansätze zur Verfügung: Lean Produktion und QRM die ich in  dieser Darstellung kurz erläutern werde.

Lean Produktion ist von Toyota entwickelt worden, obwohl bei Toyota selbst nicht von Lean oder einem System gesprochen wurde und wird. Der Ansatz, alle Prozesse aus Sicht des Kunden zu sehen und zu versuchen, alle Abläufe zu optimieren, die für den Kunden keinen Mehrwert darstellen oder nicht notwendig bzw. erforderlich sind. Alle Bestandteile, die dem nicht entsprachen, wurden als Verschwendung bezeichnet und wenn möglich eliminiert. Lean gibt es bereits sehr lange und die Ideen, die bei Toyota angewandt wurden, sind heute weltweit systematisiert worden und befinden sich in vielen Unternehmen im Einsatz. Lean ist optimal einsetzbar in wiederkehrenden Produktionsprozessen mit gleichbleibenden Abläufen. Es ist weniger für Verwaltungsbereiche geeignet.

QRM = Quick Response Manufacturing ist das System, mit dem wir uns sehr intensiv beschäftigen. Ich möchte kurz erläutern, wo der Einsatz in den Unternehmen zu sehen ist und wie es mit den anderen Systemen harmoniert. QRM wurde von dem amerikanischen Professor Rajan Suri vor ca. 20 Jahren an der Universität in Wisconsin in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt.

QRM wird nicht als ein anderes System anstelle von den vorhergehenden Systemen gesehen, sondern  als System, das in den Bereichen greift, wo die anderen Systeme nicht ihren Schwerpunkt haben.

QRM greift in dem Bereich, in dem in den meisten Fällen die höchsten Gemeinkosten erzeugt werden, die in der Regel über Zuschlagsätze auf die ABC –Produkte niederschlagen. Wir sprechen also von den Kleinserien und der Einzelfertigung, die nicht in standartisierte Pro-zesse eingebunden wer- den können.

Das Haupaugenmerk von QRM richtet sich auf die Durchlaufzeit, unter Berücksichtung aller Prozesse, das bedeutet auch die Verwaltung und die verlängerte Werkbank werden in der Betrachtung mit einbezogen.

Ein weiterer Ansatz von QRM ist das know-how der Mitarbeiter einzubinden, mit Einhergehen  von Verantwortungs- und Entscheidungsbefugnis-Über-tragung.

QRM ist punktuell einsetzbar, und harmoniert mit den anderen Systemen, da jedes Teil, das hilft, die Anforderungen zu lösen, von  QRM mit einbezogen wird. Eine große Anforderung, die QRM an sich selbst stellt ist, das Unternehmen flexibel zu halten, um auf die Anforderungen des Marktes schnell reagieren zu können.

Heute hat die Unternehmensleitung die Möglichkeit, auf verschiedene Systeme zuzugreifen. Meiner Ansicht nach sollte man in der heutigen Zeit sich nicht auf ein System begrenzen, sondern aus der Palette der Systemmöglichkeiten anforderungsgerecht das bestpassende Lösungs-konzept auswählen und einsetzen. Das ganze ist meiner Ansicht nach wie eine große Werkzeugkiste zu sehen, woraus ich das Werkzeug wähle, das am besten auf meine Problemstellung passt.

Als Abschluss, einen Link auf einen sehr interessanten Artikel, von Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier, der sich mit dem Thema ebenfalls sehr eingehend beschäftigt.

http://ipl-mag.de/ipl-magazin-rubriken/scm-fachbericht/386-das-genie-beherrscht-die-variantenvielfalt-oder-gibt-es-doch-methodik

Heinz Schoel

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